Berufsfeuerwehrtag 2019 - Feuerwehr Arberg

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Berufsfeuerwehrtag 2019

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Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Markt Arberg 17. – 18.05.2019

Mittlerweile ist der zweijährig stattfindende Berufsfeuerwehrtag schon ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Jugendfeuerwehrdienstplans. Heuer nahmen das erste Mal auch Feuerwehranwärter aus der JFW Großlellenfeld teil, weshalb schlussendlich 17 Jugendliche aus den Feuerwehren Arberg und Großlellenfeld für alle anstehenden Einsätze im Feuerwehrhaus bereitstanden. Der BF-Tag soll unserem Feuerwehrnachwuchs zeigen, wie es ist als Berufsfeuerwehrmann oder -frau eine 24-Stunden-Schicht auf der Wache zu verbringen und den Alltag gemeinsam zu meistern.

Pünktlich um 16:30 Uhr begrüßte 1. Jugendwart Timo Schwarzer die Jugendlichen und erklärte ihnen alles Wichtige zu den kommenden Einsätzen, ihre Aufgaben, die Wichtigkeit des Eigenschutzes und wie die Schicht verlaufen wird. Besonders erfreut war unser Nachwuchs darüber, dass für jeden Einsatz einer von ihnen in einem der drei ausrückenden Autos als Gruppenführer agieren und die Mannschaft anleiten durfte.

Der erste Punkt auf dem Nachmittagsplan war ein kleiner Workshop, in dem die Anwesenden eine Jugendübung nach ihren Wünschen genau durchplanen sollten – somit fällt es uns Jugendwarten leichter die Übung so zu gestalten, dass unsere Jugendlichen auch besonders viel Spaß daran haben. Außerdem findet heuer zum ersten Mal ein „Schlag den Jugendwart“ Nachmittag statt, an dem verschiedene Disziplinen als kleiner Wettbewerb zwischen Jugendlichen und Jugendwarten ausgetragen werden soll – auch hierfür sollten sich die Jungfeuerwehrler ein paar Aufgaben überlegen in denen sie versuchen möchten ihre Jugendwarte zu schlagen.

Noch während der Plakatgestaltung, ging schon der erste Alarm mit folgendem Stichwort: Rauchentwicklung am Kindergarten Großlellenfeld
Wir fuhren mit Martinshorn und Sirene los in Richtung Einsatzort und konnten auch schon kurz vor dem Eintreffen eine große Rauchwolke nahe dem Feuerwehrhaus erkennen. Nach ausführlicher Erkundung unserer Gruppenführer vor Ort konnte dann der Einsatzbefehl gegeben werden: „Guten Appetit – hier wird gerade unser Abendessen gegrillt“.

Gestärkt fuhren wir zurück zum Gerätehaus, wo wir uns mit einer lustigen Runde „Affentretzen“ im Hof die Zeit bis zum nächsten Einsatz, welcher ein bisschen länger auf sich warten ließ, vertrieben. Gegen 21:30 Uhr lautete der Einsatzbefehl vermisste Person im Waldstück Richtung Röttenbach. Da es schon relativ dunkel geworden war und sich im Wald viele Stolperfallen befanden wurde uns die Suche nach unserer Puppe Franz ganz schön erschwert. Jedoch konnten wir ihn nach ca. 15 Minuten, eingeklemmt unter einem Baum, entdecken, befreien und mit Hilfe der Trage zum Rettungswagen bringen. Nach getaner Arbeit stand im Feuerwehrhaus der Aufbau unseres Nachtlagers im Schulungsraum an, was sich platztechnisch mit 17 Jugendlichen und drei Jugendwarten als sichtlich schwierig erwies. Doch auch diese Aufgabe konnten wir so meistern, dass jeder genügend Schlafraum zur Verfügung hatte und gegen 23:30 Uhr fielen nach diesem anstrengenden Nachmittag dann auch dem Letzten die Äuglein zu.

Die Nachtruhe hielt allerdings nicht lange an, denn bereits um 05:00 Uhr ertönte der Alarm: Ölspur im Bergweg. Dieser Einsatz konnte mithilfe von ein paar Sandsäcken und vielen kehrenden Jugendlichen zügig abgearbeitet werden. Die darauffolgenden Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus waren noch nicht abgeschlossen, schon bekamen wir den nächsten Einsatzbefehl: Containerbrand im Wertstoffhof. Das gemeine bei diesem Einsatz war, dass die Tore des Wertstoffhofes verschlossen waren, weshalb sich unsere Jungfeuerwehrler den Weg über die Tore mit Hilfe von Leitern verschaffen mussten. Ein weiterer erschwerender Faktor war, dass sich der Unterflurhydrant auf der komplett anderen Seite des Hofes als der Brand befand, weshalb eine lange Schlauchleitung zum Löschen aufgebaut werden musste. Nachdem das Feuer aus und alle Nachlöscharbeiten abgeschlossen waren konnten wir zurück zum Feuerwehrhaus fahren, wo wir endlich unser wohlverdientes Frühstück bekamen.

Nach der Stärkung, bestehend aus Kuchen und frischen Semmeln mit Marmelade oder Nutella, starteten die Aufräumarbeiten in unserem Schlafraum und in der Küche. Als alles wieder ordentlich hergerichtet war ging’s für unseren Nachwuchs direkt wieder nach draußen zum Ballspielen. Dieses wurde allerdings um kurz nach 10:00 Uhr von einem Einsatz unterbrochen: Person unter Hänger eingeklemmt. Unser Franz war während einem Radausflug unglücklich mit einem Traktor und dessen Anhänger zusammengestoßen und wurde in Folge dessen in einem Graben unter dem Hinterrad eingeklemmt. Mit Hilfe von Hebekissen, einer Menge Unterbaumaterial und unserem hydraulischen Rettungssatz konnten wir den Verletzten schließlich aus seiner misslichen Lage retten.

Jetzt hieß es zusammenräumen und ab ins Feuerwehrhaus zum Mittagessen kochen. Während ein Team fleißig alle Zutaten für die Pizzasemmeln schnippelte war das andere Team damit beschäftigt unseren Schlauchturm zu leeren und die Schläuche einsatzbereit im Schlauchwagen zu verstauen. Nach kurzer Zeit kam dann der Einsatzbefehl vom Kochteam „Essen fassen!“ An dieser Stelle muss nochmal ein großes Lob ausgesprochen werden, die Pizzasemmeln waren wirklich lecker – und das Eis als Nachspeise machte das Menü perfekt.

Die letzten Teller waren noch nicht lange abgetrocknet und in den Schrank geräumt, schon wurden wir erneut alarmiert: Ölspur am Ölberg. Die gemeldete Lage stellte sich jedoch vor Ort ganz anders dar: Ein PKW war mit einem Manitou zusammengestoßen und eine Person befand sich eingeklemmt, verletzt und unter Schock stehend im Auto. Aufgrund der schweren Verletzungen entschied unser Einsatzleiter sofort einen Rettungswagen und einen Arzt nach zu alarmieren. Nach der weiteren Erkundung konnte außerdem festgestellt werden, dass sich während des Unfalls noch zwei Kinder im Auto befanden, die wohl aufgrund des Schocks geflohen waren – diese galt es nun ausfindig zu machen und zu betreuen. Noch während die Jugendlichen mit der Befreiung der Person mittels einer Dachöffnung beschäftigt waren kam die aufgebrachte Mutter der Kinder hinzu und sorgte für große Unruhe unter den arbeitenden, da sie sofort ihre Mädels wiederhaben und sich nicht beruhigen lassen wollte. Trotz ständig neuer Stresssituationen blieben unsere Jungendfeuerwehrler konzentriert und arbeiteten souverän eine Aufgabe nach der anderen ab. Zum Schluss konnte die gerettete Person ins Krankenaus gefahren und die Kinder unverletzt zu ihrer Mutter zurückgebracht werden.

Durch den BF-Tag hat sich wieder einmal bestätigt, dass wir in der Jugendfeuerwehr eine super Truppe von Nachwuchsrettern haben, die irgendwann in die Erwachsenenfeuerwehr übertreten wird und bestens darauf vorbereitet ist Menschen in Not zu helfen. Darauf können wir sehr stolz sein!

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen des Berufsfeuerwehrtags beigetragen haben – es war eine schöne und interessante 24 Stunden Schicht!

 
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